Kontakt
Newsletter

Ansprüche an die «Führung» in einem volatilen Umfeld – welchen Führungsansatz verfolgen Sie?

Je komplexer und je dynamischer das Umfeld einer Organisation ist, umso grösser werden die Anforderungen an deren Führung. Der Anpassungsdruck steigt. Veränderungsprozesse müssen rascher bewältigt werden, als noch vor ein paar Jahren. Die qualifizierten Mitarbeitenden wissen fachlich mehr als die Vorgesetzten. Chefinnen und Chefs können so zu «Entscheid-Flaschenhälsen» werden und wichtige Innovation oder die richtigen Entscheide im richtigen Moment verhindern.

Vor diesem Hintergrund muss die Führungskraft sicherstellen, dass das Kollektiv der Mitarbeitenden optimal agieren kann. Dazu gehört heute auch die Ablösung starrer Hierarchien durch Netzwerke und projekthafte Strukturen. Dies fordert von den Mitarbeitenden auch die Übernahme von mehr Verantwortung und mehr Selbstorganisation. Studien zeigen auch, dass so geführte Teams erfolgreicher agieren und zwar nicht nur im Sinne der Zielerreichung für die Organisation sondern auch was die Motivation der Mitarbeitenden betrifft.

Daher ist es notwendig, den eigenen Führungsansatz zu reflektieren. Wir haben dazu verschiedene Modelle zu einer vereinfachenden Darstellung verdichtet. Wo würden Sie Ihren Führungsansatz verorten, oder lässt sich das gar nicht so einheitlich beantworten?

Im Austausch mit unseren Kunden diskutieren wir solche Themen oft. Strukturen und Führungsansätze, die eine voll ausgeprägte Selbstorganisation verfolgen werden oft bezüglich Ihrer Notwendigkeit hinterfragt. Ganz im Sinne von «Wenn Selbstorganisation die Antwort ist, was ist dann die Frage?». Und gibt es nicht doch Momente, in welchen ein autoritärer Führungsentscheid genau richtig ist (z.B. in einer Krise)? Anhand dieser Unsicherheiten lässt sich erkennen, dass Prinzipien der Selbstorganisation nicht einfach unreflektiert übernommen werden dürfen. Zumal dieses Prinzip oft mit dem klassischen «laissez-faire» Führungsansatz verwechselt wird, was nicht zutreffend ist. Damit Selbstorganisation funktioniert, ist ein ausgeprägtes Regelwerk notwendig, das von den Beteiligten ausgearbeitet wird und an welches sich alle in der Kollegenschaft halten.

Wie können wir Ihnen bei diesen Fragen helfen? Wir können gemeinsam mit Ihnen ermitteln, welcher Führungsansatz sich in Ihrer Organisation eignet. Dabei kann man von zwei Fragestellungen ausgehen:

  • Wie komplex sind die Aufgaben- und Problemstellungen innerhalb Ihrer Organisation?
  • Wie dynamisch ist ihr Umfeld?

Je nach Einstufung ergeben sich ganz unterschiedliche Anforderungen an die Organisationstruktur. Siehe auch die nachstehende Abbildung.

Dabei ist zu beachten, dass innerhalb der selben Organisation (z.B. je nach Abteilung) auch ganz unterschiedliche Ausprägungen zum tragen kommen können. Dies kann dazu führen, dass innerhalb der selben Organisation ganz unterschiedliche Führungsansätze gelten.

Holen Sie sich Expertenwissen!

7 praxiserprobte Kooperationsformen
für Ihre Organisation

Jetzt PDF herunterladen:
Über neue Zusammenarbeitsformen erfahren
und von fundierten Erkenntnissen profitieren.

Weitere Beiträge

Kooperieren – wie gut sind Sie und ihre Organisation? Warum Prosozialität bei der Arbeit so wichtig ist

Produktivität und Erfolg von Organisationen hängen im Kern immer davon ab, wie gut die beteiligten Menschen miteinander kooperieren – sei das bilateral, in Teams, in und zwischen Organisationen oder mit Kund:innen und anderen externen Partner:innen.

Wer Verhalten verändern will, muss Normen verändern

Viele NGOs investieren viel Geld in Informationskampagnen und entwickeln unzählige Verhaltenstipps – allein für den Klimaschutz gibt es Hunderte. Dennoch ändern sich Gewohnheiten kaum. Die Sozialpsychologie liefert dafür die  Erklärung: Menschen orientieren sich weniger an Appellen als an dem, was sie als gesellschaftliche Norm wahrnehmen.

Ein Jahr STI: Wie aus Nachhaltigkeitszielen konkrete Wirkung wird

43’297 Seiten weniger Papier und ein neu gepflanzter Baum: Nachhaltigkeit beginnt oft kleiner, als man denkt. Weshalb gerade die ersten Schritte entscheidend sind.

Neuer Verband, neue Aufgaben, neue Herausforderungen und für kurze Zeit zwei Jobs gleichzeitig!

Nach vier Jahren beim EVS wagte ich den internen Wechsel zum SVDE. Warum dieser Schritt anspruchsvoller war als gedacht, welche neuen Aufgaben mich heute begleiten und weshalb sich der Sprung ins kalte Wasser trotzdem gelohnt hat, lesen Sie in diesem persönlichen Rückblick.

Struktur von NPO – die häufigsten Irrtümer

Nonprofit-Organisationen sind heute professionell geführt, gut organisiert und oft in einem komplexen Umfeld tätig. Die Versuchung ist gross, auf strukturelle Lösungen zu setzen – neue Gremien, zusätzliche Stellen oder differenzierte Organigramme. Doch gerade hier liegen einige der häufigsten Irrtümer. 

Neues Gesicht bei der B’VM

Wir bekommen Verstärkung und freuen uns über die neue B’VM-Power. Herzlich willkommen im Haus der Verbände Bern Tanja Allenbach.

Strategieretraite: So gelingt die Jahresplanung 2027 – und das Budget folgt wie von selbst 

Wer die Strategie- und Planungsretraite erst im Spätherbst ansetzt, plant oft unter Zeitdruck – und wundert sich, warum das Budget mehr Bauchgefühl als Kurs ist.

Veränderung wirksam gestalten statt nur bewältigen.

Neue Anforderungen, veränderte Erwartungen von Anspruchsgruppen, technologische Fortschritte oder interne Anpassungen zwingen Organisationen immer wieder dazu, Bestehendes zu hinterfragen und oft auch weiter zu entwickeln.

Wirklich gut ist gut gemeint und gut gemacht

Ein den Jahrzehnten meines Herumtummelns im weiten Feld gesellschaftlichen Engagements stiess und stosse ich immer wieder auf psychologische Einsichten und philosophische Einordnungen, die mir helfen, ein bisschen (mehr) zu verstehen.

Servicefach – die Drehscheibe zwischen Verband und Dienstleistung

Wer an einen erfolgreichen Kongress, eine reibungslos durchgeführte Mitgliederversammlung oder einen gelungenen Strategie-Workshop denkt, hat häufig die Referierenden auf der Bühne oder die Vorstandsmitglieder im Blick.

Wir sind gerne für Sie da

Nutzen Sie das Kontaktformular, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie einfach kurz an.

Schweiz

Deutschland

Österreich

Kontaktformular

Newsletter