Kontakt
Newsletter

Neue Führungsmodelle machen Gemeinden fit für die Zukunft

Das Funktionieren einer Gemeindeexekutive im Zusammenspiel mit der Verwaltung stellt für Gemeinden je nach ihrer Grösse und Funktion (Zentrumsgemeinde) eine nicht unerhebliche Herausforderung dar. Die in der Regel nebenamtlich engagierten kommunalen Exekutivmitglieder bewegen sich in einem Spannungsfeld: Die Tätigkeiten der Gemeinderät:innen werden aufgrund der zunehmenden Komplexität der Gemeindeaufgaben immer anspruchsvoller und zeitaufwändiger. Der für die Wahrnehmung der Gemeinderatsaufgaben notwendige Zeitaufwand wird vor Antritt nicht selten unterschätzt. Eine Reduktion des beruflichen Engagements ist aufgrund der moderaten Entschädigungsansätze und oft fehlenden Sozialleistungen für das Gemeinderatsamt in der Regel keine wirkliche Option.

Somit hängen die Aufgaben, die zeitliche Belastung und die Attraktivität eines Gemeinderatsamts nicht zuletzt auch von der Organisation der Gemeindeverwaltung, d.h. vom Führungsmodell und damit von der Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Verwaltung ab. Erfahrungen in Gemeinden, in denen die Gemeindeorganisation kritisch hinterfragt und mit Elementen einer verstärkten Delegation weiterentwickelt werden zeigen, dass die zeitliche Belastung der Gemeinderatsmitglieder begrenzt oder reduziert werden konnte.

Dieser Herausforderung stellte sich im Frühsommer 2021 die Geschäftsleitung der Gemeindeverwaltung Murten, indem sie im Austausch mit dem Gemeinderat an Workshops im Hinblick auf die neue Legislatur ab Januar 2022 ihr Führungsmodell weiterentwickelte. Dabei kombinierten die Verantwortlichen Elemente des Geschäftsleitungsmodells (Ressortsystem mit politischer Führungsverantwortung und Repräsentation beim ressortverantwortlichen Mitglied im Gemeinderat und mit der operativen Ausführungsverantwortung beim zuständigen Geschäftsleitungsmitglied) mit dem Delegiertenmodell, bei dem die Präsidentin als Delegierte des Gemeinderates und Vorsitzende der Geschäftsleitung der Gemeindeverwaltung amtet. Die strategische Gemeindeführung und -steuerung verbleibt vollumfänglich beim Gemeinderat, der jedoch von Personalführungsaufgaben und der operativen Tätigkeiten weitestgehend entlastet ist. Alle inhaltlichen Abteilungen der Gemeindeverwaltung sind auch in der Geschäftsleitung vollwertig vertreten. Parallel zur Neuordnung der Abteilungen in der Gemeindeverwaltung soll in mittlerer Frist geprüft werden, auch die Ressorts im Gemeinderat entsprechend den Abteilungen in der Verwaltung zu organisieren.

Holen Sie sich Expertenwissen!

7 praxiserprobte Kooperationsformen
für Ihre Organisation

Jetzt PDF herunterladen:
Über neue Zusammenarbeitsformen erfahren
und von fundierten Erkenntnissen profitieren.

Weitere Beiträge

Noch mehr Beratungskompetenz bei B’VM

Marlene Wenger arbeitet seit dem 2. November 2026 bei B’VM und ergänzt unser Beratungsteam optimal.

B’VM Fachgespräch 2026: ein Rückblick

Warum gelingt es einigen föderalen Verbänden, Vielfalt in gemeinsame Stärke zu verwandeln, während andere an denselben Spannungen scheitern?

Wenn kleine Veränderungen auf grossen Widerstand stossen 

Eine gut gemeinte Statutenänderung soll Mitglieder absichern – und löst unerwartet Widerstand aus: Was können wir daraus lernen?

Das Sudoku Syndrom nutzen

Man tut’s überall: im Zug, in der Küche, an der Bar, im Bett. Der Hang und Drang, Sudoku und Kreuzworträtsel zu lösen, ist unübersehbar. Doch warum wird dieser Zeitvertreib so massenhaft getan? Das Versprechen, solches Hirntraining sei Alzheimer-Prävention? Das mag etwas Faktor sein, ist indes zu kurz gegriffen.

Kooperieren – wie gut sind Sie und ihre Organisation? Warum Prosozialität bei der Arbeit so wichtig ist

Produktivität und Erfolg von Organisationen hängen im Kern immer davon ab, wie gut die beteiligten Menschen miteinander kooperieren – sei das bilateral, in Teams, in und zwischen Organisationen oder mit Kund:innen und anderen externen Partner:innen.

Wer Verhalten verändern will, muss Normen verändern

Viele NGOs investieren viel Geld in Informationskampagnen und entwickeln unzählige Verhaltenstipps – allein für den Klimaschutz gibt es Hunderte. Dennoch ändern sich Gewohnheiten kaum. Die Sozialpsychologie liefert dafür die  Erklärung: Menschen orientieren sich weniger an Appellen als an dem, was sie als gesellschaftliche Norm wahrnehmen.

Ein Jahr STI: Wie aus Nachhaltigkeitszielen konkrete Wirkung wird

43’297 Seiten weniger Papier und ein neu gepflanzter Baum: Nachhaltigkeit beginnt oft kleiner, als man denkt. Weshalb gerade die ersten Schritte entscheidend sind.

Neuer Verband, neue Aufgaben, neue Herausforderungen und für kurze Zeit zwei Jobs gleichzeitig!

Nach vier Jahren beim EVS wagte ich den internen Wechsel zum SVDE. Warum dieser Schritt anspruchsvoller war als gedacht, welche neuen Aufgaben mich heute begleiten und weshalb sich der Sprung ins kalte Wasser trotzdem gelohnt hat, lesen Sie in diesem persönlichen Rückblick.

Struktur von NPO – die häufigsten Irrtümer

Nonprofit-Organisationen sind heute professionell geführt, gut organisiert und oft in einem komplexen Umfeld tätig. Die Versuchung ist gross, auf strukturelle Lösungen zu setzen – neue Gremien, zusätzliche Stellen oder differenzierte Organigramme. Doch gerade hier liegen einige der häufigsten Irrtümer. 

Neues Gesicht bei der B’VM

Wir bekommen Verstärkung und freuen uns über die neue B’VM-Power. Herzlich willkommen im Haus der Verbände Bern Tanja Allenbach.

Wir sind gerne für Sie da

Nutzen Sie das Kontaktformular, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie einfach kurz an.

Schweiz

Deutschland

Österreich

Kontaktformular

Newsletter