{"id":8718,"date":"2026-08-19T09:24:19","date_gmt":"2026-08-19T09:24:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/?p=8718"},"modified":"2026-08-19T09:24:22","modified_gmt":"2026-08-19T09:24:22","slug":"normen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/normen\/","title":{"rendered":"Wer Verhalten ver\u00e4ndern will, muss Normen ver\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Viele NGOs investieren viel Geld in Informationskampagnen und entwickeln unz\u00e4hlige Verhaltenstipps \u2013 allein f\u00fcr den Klimaschutz gibt es Hunderte. Dennoch \u00e4ndern sich Gewohnheiten kaum. Die Sozialpsychologie liefert daf\u00fcr die&nbsp; Erkl\u00e4rung: Menschen orientieren sich weniger an Appellen als an dem, was sie als gesellschaftliche Norm wahrnehmen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sozialpsychologe Robert Cialdini untersuchte in den 1990er-Jahren als erster, wie Appelle zum umweltbewussten Verhalten wirken und in welchem Verh\u00e4ltnis sie zu gesellschaftlichen Normen stehen. In seinem Artikel \u00abFormulierung normativer Botschaften zum Schutz der Umwelt\u00bb (\u201c<a href=\"https:\/\/www2.psych.ubc.ca\/~schaller\/Psyc591Readings\/Cialdini2003.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Crafting Normative Messages to Protect the Environment<\/a>\u201d, 2003) unterscheidet Cialdini zwei Arten von Normen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Deskriptive Norm: <\/strong>das Verhalten, das in einer Gesellschaft oder bestimmten Gruppe \u00fcblich ist und als normal gilt.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Injunktive Norm<\/strong>: das Verhalten, das als richtig oder w\u00fcnschenswert eingestuft wird, aber das noch nicht \u00fcblich ist.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deskriptive Normen bilden sozusagen den kulturellen Verhaltenskodex einer Gesellschaft. Sie steuern unser Verhalten oft unbewusst: Wir geben einander die Hand, essen mit Messer und Gabel oder mit St\u00e4bchen. Welche Norm in einem gegebenen Fall gilt und wie wir uns verhalten, h\u00e4ngt zudem vom jeweiligen sozialen Kontext ab.<br>Eine injunktive Norm dagegen bedeutet, dass eine Gruppe eine neue deskriptive Norm zu etablieren versucht, indem sie die gew\u00fcnschte Ver\u00e4nderung als Massstab setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nicht das Ziel, sondern den Weg zum Ziel beschreiben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit Normen sich \u00e4ndern, braucht es eine umsichtig gew\u00e4hlte Kommunikation. Gem\u00e4ss Cialdini muss damit die neue injunktive Norm mit der existierenden deskriptiven Norm in Verbindung gebracht werden. Der Forscher illustriert dies an einem Experiment: In einem Park, in dem zunehmend gesch\u00fctzte Steine entwendet wurden, hat er an verschiedenen Tagen drei unterschiedliche Schilder angebracht, sie lauteten sinngem\u00e4ss wie folgt:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201eImmer mehr Besucher:innen nehmen gesch\u00fctzte Steine mit! Bitte unterlassen Sie das!\u201c<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eEine kleine Minderheit entwendet die gesch\u00fctzten Steine. Bitte lassen Sie die Steine liegen.\u201c; sowie<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Inschrift.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am meisten Steine verschwanden an den Tagen mit Schild Nr. 1, gefolgt von der Nicht-Botschaft. Die gew\u00fcnschte Wirkung zeigte einzig Tafel Nr. 2, die das unerw\u00fcnschte Verhalten benennt und zugleich das gew\u00fcnschte Verhalten als gesellschaftliche Norm darstellt. Dagegen verst\u00e4rken Botschaften, die unerw\u00fcnschtes Verhalten als h\u00e4ufig darstellen, dieses \u2013 wie bei Tafel 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das funktioniert auch ungeschrieben, etwa beim&nbsp;<em>Littering<\/em>: Liegt M\u00fcll an einem Ort, wo er nicht hingeh\u00f6rt, suggeriert das: \u00abHier ist es erlaubt\u00bb \u2013 andere folgen (vor allem, weil es bequem ist), und schon entsteht ein M\u00fcllberg.<br><strong>Fazit:<\/strong> Menschen orientieren sich st\u00e4rker daran, was andere tats\u00e4chlich tun, als daran, was sie tun sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr NGOs?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesen Erkenntnissen l\u00e4sst sich f\u00fcr die Umweltarbeit zum Beispiel ableiten, dass Botschaften dann kontraproduktiv wirken k\u00f6nnen, wenn ein Verhalten als bedauerlich h\u00e4ufig dargestellt wird, also mit der Tonalit\u00e4t von Schild Nr. 1. Wie etwa: &#8222;Noch immer landen jedes Jahr Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall.&#8220; \u2013 was auch die Botschaft enth\u00e4lt: \u00abAlle machen es so.\u00bb und suggeriert: \u201eSo sind wir halt\u201c sowie \u201eDie andern tun es also auch\u201c. Das heisst: Wer die bestehende Norm wiederholt, stabilisiert sie \u2013 und schw\u00e4cht damit die gew\u00fcnschte neue Norm. Man sagt sich dann: \u201eWas ich tue, mag zwar falsch sein, aber offenbar tun es alle. Warum soll ausgerechnet ich mich \u00e4ndern?\u201c. Wirksamer w\u00e4re in diesem Beispiel zu sagen: &#8222;Immer mehr Haushalte planen ihren Einkauf besser und vermeiden Food Waste.&#8220; So wird die gew\u00fcnschte Norm sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fundraising: Statt \u00abNoch fehlen uns 80 % des Spendenziels.\u00bb besser \u00abBereits 20 % des Ziels sind erreicht \u2013 danke allen, die den Anfang gemacht haben.\u00bb kommunizieren.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Politik: Statt ins Lamento \u00abDie Gesellschaft ist tief gespalten\u00bb einzustimmen, besser sagen: \u00abTrotz unterschiedlicher Meinungen f\u00fchren die meisten Menschen Diskussionen im Alltag respektvoll \u2013 und darauf baut Demokratie.\u00bb\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Inklusion: Statt &#8222;Nur wenige Firmen besch\u00e4ftigen Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung.&#8220; besser &#8222;Immer mehr Unternehmen setzen auf inklusive Teams.&#8220; formulieren.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beim Appell kann der Schuss nach hinten hinausgehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Probleme zu benennen und sie mit Appellen oder Tipps beseitigen zu wollen, liegt nahe. Doch diese wirken nur, wenn bereits eine Ver\u00e4nderungsbereitschaft besteht oder eine unmittelbare Gefahr abgewehrt werden kann \u2013 wie w\u00e4hrend der Corona-Pandemie mit H\u00e4ndewaschen. Andernfalls k\u00f6nnen sie ungewollt die bestehende Norm best\u00e4tigen. Das schw\u00e4cht die Motivation zur \u00c4nderung. Ausserdem verhindert die sogenannte Allmende-Klemme, dass viele Menschen eigeninitiativ eine neue Verhaltensnorm annehmen: Jede:r wartet darauf, dass andere anfangen. (mehr dazu siehe Fussnote [1]). Denn soziale Normen sind wie unsichtbare Ketten: Sie halten uns in einem Verhaltensmuster gefangen \u2013 bis jemand sie durchbricht.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie Normen sich \u00e4ndern (lassen) \u2013 und warum das oft scheitert&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soziale Normen k\u00f6nnen ver\u00e4ndert werden, in Krisen beispielsweise durch Direktiven des Gesetzgebers, wie etwa zur Eind\u00e4mmung einer Pandemie. Sanfter und oft nachhaltiger wirken Trends (wie z.B. der e-Bike-Boom), Bequemlichkeitsgewinn (wie etwa das Smartphone, das zur neuen Norm geworden ist) oder \u2018kommerzielle Einflussnahme\u201d. Besonders die Werbung hat fr\u00fch aus der Psychologie gelernt: Seit Jahrzehnten beeinflusst sie Menschen in ihrem Verhalten massenhaft &#8211; von Kampagnen \u00fcber Influencer-Marketing bis zur datengetriebener Zielpublikums-Ansprache. Werbung ver\u00e4ndert Normen effektiver als Appelle, weil sie gew\u00fcnschtes Verhalten als selbstverst\u00e4ndlich und erstrebenswert darstellt \u2013 ohne zu moralisieren. Sie vermeidet den trotz-provozierenden Belehrungston.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei weitere probate Mittel zur Ver\u00e4nderung von Normen sind Storytelling und Nudging. Beide Einflussarten machen gew\u00fcnschtes Verhalten erfahrbar, statt es nur zu erkl\u00e4ren. Storytelling l\u00e4sst eine neue Norm in Geschichten lebendig werden und Nudging l\u00e4sst sie als naheliegende Wahl erscheinen (vgl. Fussnote [2]).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein eigenes Thema sind pers\u00f6nliche Normen, besser bekannt als Gewohnheiten. Diese zu \u00e4ndern ist erfahrungsgem\u00e4ss schwierig \u2013 doch nicht aussichtslos, wie Matthias Hammer in seinem Buch \u201c<a href=\"https:\/\/www.orellfuessli.ch\/shop\/home\/artikeldetails\/ID143645483.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Micro Habits<\/a>\u201d zeigt. Besonders einfach geht es mit dem Vorbild: Man tut etwas Neues, weil eine mir \u00e4hnliche Person \u201ces\u201d tut (also kann ich das auch) &#8211; ein positiver \u201eLittering\u201c-Effekts, sozusagen. In den (un)sozialen Medien \u00fcbernehmen diese Rolle heute Influencer: Sie machen Verhalten vor &#8211;&nbsp; im Guten wie im weniger Guten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Campaigning, das sich an viele Menschen und nicht an einzelne Entscheidungstr\u00e4ger:innen richtet, muss die bestehenden Normen seiner Zielgruppen kennen und neue Normen sichtbar sowie erfahrbar machen (Beispiel siehe [3] und f\u00fcr die theoretische Grundlage [4]). Denn das Bewusstsein wird bekanntlich vom Sein gepr\u00e4gt &#8211; weshalb es etwa beim Klimaschutz nicht prim\u00e4r um Informationen \u00fcber klimafreundliches Verhalten geht, sondern darum, die gew\u00fcnschte neue Norm erlebbar zu machen. Dieses Prinzip bezeichnet der Autor Stefan Klein als \u201cInsel-Strategie\u201d: Statt zu versuchen, \u2018die ganze Welt\u2019 von einer Ver\u00e4nderung zu \u00fcberzeugen, \u201cist es aussichtsreicher, zuerst Inseln zu schaffen. Denn neue Normen setzen sich leichter (&#8230;) durch, wenn eine Bev\u00f6lkerung in kleine Gemeinschaften unterteilt werden. Sobald einzelne Gruppen das neue Denken oder Verhalten annehmen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass immer mehr Gruppen durch eine Kettenreaktion angesteckt werden.\u201d [5] Dieses Prinzip l\u00e4sst sich auch auf Organisationen \u00fcbertragen: Sollen dort geschriebene oder ungeschriebene Regeln ver\u00e4ndert werden, ist ein kultureller Wandel n\u00f6tig \u2013 und dieser gelingt am ehesten, wenn zun\u00e4chst einzelne Teams neue Verhaltensweisen erproben und so eine neue Regel exemplarisch etablieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong>: Wer Verhalten \u00e4ndern will, sollte weniger aufkl\u00e4ren als best\u00e4tigen. Die gr\u00f6sste H\u00fcrde ist nicht mangelndes Wissen, sondern das Gef\u00fchl, allein zu sein. Eine Kampagne ist eher erfolgreich, wenn sie nicht das Problem gr\u00f6sser, sondern die L\u00f6sung erlebbar(er) macht \u2013 indem sie zeigt, dass ein gew\u00fcnschtes Verhalten schon (etwas) gelebte Praxis geworden ist. Wer sich als Teil dieser Entwicklung sieht, folgt wahrscheinlicher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) Die Allmende-Klemme (englisch \u00abTragedy of the Commons\u00bb) besagt, dass ein \u00f6ffentliches Gut wie die Luft umso st\u00e4rker f\u00fcr eigene Zwecke genutzt und dadurch \u00fcbernutzt wird, je weniger das Nutzungsverhalten unter den Nutzer:innen geregelt ist. Nach dem Motto: \u00abIch bin mir nicht sicher, was die anderen tun, deshalb nehme ich lieber zu viel als zu wenig\u00bb. Ungutes Verhalten wird mit Ausreden wie \u00abSollen andere doch anfangen!\u00bb, oder: \u00abAuf meinen Beitrag kommt es eh nicht an\u00bb gerechtfertigt.&nbsp;Mehr siehe&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tragik_der_Allmende\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[2] Storytelling zeigt mit einem neuen Narrativ die Vorteile einer neuen Norm auf &#8211; siehe z.B. Artikel \u201c<a href=\"https:\/\/www.moneta.ch\/die-macht-der-geschichten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Macht von Geschichten<\/a>\u201d. Beim Nudging wird unmerklich eine neue Norm suggeriert, was Menschen unbewusst als \u00abwird schon richtig sein\u00bb annehmen \u2013 siehe dazu <a href=\"https:\/\/www.bvmberatung.net\/nudge\/\">die Nudging-Kolumne<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/de\/verhaltensoekonomie-und-nudging-in-gesundheitsfoerderung-und-praevention\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beim Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, <\/a>das Nudging in der Gesundheitspr\u00e4vention einsetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[3] Mit der Beeinflussung von sozialen Normen in ausgew\u00e4hlten Zielgruppen wird in der Gesundheitspr\u00e4vention gearbeitet &#8211; etwa in einer HIV Pr\u00e4ventionskampagne in Afrika, bei der mit qualitativen Interviews in Fokusgruppen soziale Normen vor und nach Interventionen gemessen werden. Ein Beispiel daf\u00fcr ist im Artikel \u201e<a href=\"http:\/\/strive.lshtm.ac.uk\/system\/files\/attachments\/STRIVE%2520Norms%2520Measurement%2520Brief_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Measuring social norms\u201c<\/a>&nbsp;(Juli 2017) beschrieben, in dem ein Forscherteam ein Vorgehen in vier Schritten vorschl\u00e4gt: 1. Explorieren. 2. Untersuchen 3. Messen. 4. Verstehen &#8211; und erst dann Intervention planen und ausf\u00fchren [und danach wieder untersuchen, messen, verstehen usw.].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[4] \u201c<a href=\"https:\/\/www.evaluationinnovation.org\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Pathways-for-Change.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pathways for change: 10 Theories to Inform Advocacy and Policy Change Efforts<\/a>\u201d, Sarah Stachowiak (2013), siehe vor allem die \u201cTactical Theories of Change\u201d (6- &#8211; 10), die alle \u201cShift in Social Norms\u201d als Ziel beinhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[5[ \u201cAufbruch &#8211; Warum Ver\u00e4nderung schwert f\u00e4llt und wie sie gelingt\u201d, Stefan Klein (S. Fischer Verlag 2025)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kasten: Checkliste f\u00fcr Kampagnenkommunikation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Formuliere positiv: \u201cLook for the bright spots and clone them\u201d &#8211; was funktioniert schon und soll verst\u00e4rkt werden? Kommuniziere Fortschritte statt Defizite.<\/li>\n\n\n\n<li>Nutze Vorbilder aus der Zielgruppe oder binde lokale Vorbilder ein: Aussagen lokaler Prominenter oder \u201cvon Leuten von nebenan\u201c wirken st\u00e4rker als Appelle.<\/li>\n\n\n\n<li>Nutze Feedback-Schleifen: Das bekannteste Beispiel ist das Spende-Barometer einer Geldsammlung, das zeigt, wie viel schon erreicht worden ist &#8211; zeige Fortschritte (z. B. \u201cIm letzten Monat haben 20 % mehr Haushalte \u2026 \u201c.<\/li>\n\n\n\n<li>Mache sichtbar, dass bereits viele Menschen mitmachen; zeige erw\u00fcnschtes Verhalten statt unerw\u00fcnschtes, formuliere Zugeh\u00f6rigkeit \u00e0 la: \u201eGemeinsam schaffen wir das \u2013 schon sind die H\u00e4lfte der Heizungen in unserer Gemeinde nicht mehr fossil.\u201d<\/li>\n\n\n\n<li>Setze klare, messbare (Zwischen)Ziele: Bis Ende Jahr sollen 30% des XY erreicht sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Nutze Medien inklusive Social Media als Verst\u00e4rker: Einen Plan erstellen.<\/li>\n\n\n\n<li>Vermeide Formulierungen wie &#8222;Alle machen es falsch.&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li>Verwende Zahlen nur, wenn sie die gew\u00fcnschte Norm st\u00e4rken.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer reiz\u00fcberfrachteten Welt, gepr\u00e4gt unter anderem durch\u00a0hate speech\u00a0in den asozialen Medien und durch unbeherrschte Egomanen, wird das weit verbreitete Unverm\u00f6gen, die eigenen Emotionen zu regulieren, immer offensichtlicher: Auf einen Reiz folgt unmittelbar eine Reaktion, ohne sich z\u00fcgeln zu k\u00f6nnen (bzw. zu wollen). Viel Leid und Verletzung geschieht, weil gegen Trigger nicht vorgesorgt und mit Emotionen nicht bewusst umgegangen wird. Dabei kann Emotionsregulation sowohl individuell wie auch organisational gelernt werden.<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":8719,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[39,155],"tags":[196,127,104],"beitragskategorie":[317,313],"class_list":["post-8718","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blogbeitraege","category-bvmessage","tag-beratung","tag-bvmbloggt","tag-npo","beitragskategorie-bvmessage","beitragskategorie-gastbloggerin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8718"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8718\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8720,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8718\/revisions\/8720"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8719"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8718"},{"taxonomy":"beitragskategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/beitragskategorie?post=8718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}