{"id":8528,"date":"2026-04-27T09:17:40","date_gmt":"2026-04-27T09:17:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/?p=8528"},"modified":"2026-04-27T09:35:52","modified_gmt":"2026-04-27T09:35:52","slug":"respond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/respond\/","title":{"rendered":"Vorsicht! Emotionen!"},"content":{"rendered":"<p>In unserer reiz\u00fcberfrachteten Welt, gepr\u00e4gt unter anderem durch&nbsp;<em>hate speech<\/em>&nbsp;in den asozialen Medien und durch unbeherrschte Egomanen, wird das weit verbreitete Unverm\u00f6gen, die eigenen Emotionen zu regulieren, immer offensichtlicher: Auf einen Reiz folgt unmittelbar eine Reaktion, ohne sich z\u00fcgeln zu k\u00f6nnen (bzw. zu wollen). Viel Leid und Verletzung geschieht, weil gegen Trigger nicht vorgesorgt und mit Emotionen nicht bewusst umgegangen wird. Dabei kann Emotionsregulation sowohl individuell wie auch organisational gelernt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abDon\u2019t react, respond\u00bb \u2013 das ist die Kurzformel, worum es bei der Emotionsregulation geht: Nicht im Affekt auf den Trigger reagieren \u2013 sei er klein oder gross \u2013 sondern sich Zeit nehmen wahrzunehmen, bevor auf den Reiz geantwortet wird. Das kann auch mal Nichtreagieren sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein illustratives politisches Beispiel ist der besonders triggergeladene Israel-Pal\u00e4stina-Konflikt. Letztes Jahr hatte ich dazu einen Aha-Moment, als der Historiker Jos\u00e9 Brunner, Autor von \u00abBrutale Nachbarn \u2013 wie Emotionen den Nahostkonflikt antreiben und entsch\u00e4rfen k\u00f6nnen\u00bb in einem Radiobeitrag die Emotionen ansprach. Es gebe Konflikte, in denen sich ungez\u00fcgelte Emotionen gegenseitig hochschaukelten, weil jede Seite sich als Opfer und die andere als T\u00e4ter sieht. Die je gef\u00fchlte existenzielle Angst verwandle sich in Wut und Hass. Es brauche ein \u00abUmf\u00fchlen\u00bb, wie Brunner es nennt. Auf die Frage, warum in den 1990er-Jahren dennoch ein Friedensvertrag m\u00f6glich war, antwortete er: Der Durchbruch kam erst, als die Delegationsleiter sich darauf einigten, nicht mehr zur\u00fcckzuschauen, sondern nur nach vorne. Statt weiter \u00fcber historische Fakten und ihre Deutung zu streiten, fokussierten sie auf das Gemeinsame: Beide V\u00f6lker w\u00fcnschen sich ein Leben in Sicherheit und Ruhe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele erfolgreiche Friedensschl\u00fcsse, so der Historiker, beruhten auf einem solchen vereinbarten \u201epolitischen Vergessen\u201c. Etwa der Westf\u00e4lische Frieden von 1648, Grundlage des heutigen Europas, oder das friedliche Ende der Franco-Diktatur 1975. Die Vergangenheit wurde zun\u00e4chst ruhen gelassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Emotionsregulation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnliches gilt auch auf pers\u00f6nlicher Ebene: Die eigenen Trigger zu kennen und ihnen wom\u00f6glich vorsorglich aus dem Weg gehen, ist eine Form der Emotionsregulation: In die Zukunft blicken und gemeinsame Interessen suchen, statt dar\u00fcber streiten, wer Recht hat in der Interpretation dessen, was war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt noch viele weitere M\u00f6glichkeiten zur Emotionsregulation. Unter dem Motto \u00abManaging your emotions so they don\u2019t manage you\u00bb hat der US-Psychologe Ethan Kross das gut lesbare Buch \u201cShift\u201d geschrieben. Seine Grundthese: Triggers lassen sich nicht eliminieren \u2013 sie sind Teil unserer Biografie \u2013, doch mit dem, was auf sie folgt, k\u00f6nnen wir bewusst(er) umgehen: Indem wir eine m\u00f6gliche (starke) Emotionen voraussehen, k\u00f6nnen wir erfahren, sie zu beeinflussen. Solche Selbstwirksamkeit zu erleben, ist der Schl\u00fcssel zur Regulation.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Emotionen sind Informationsquellen. Aber genauso wenig, wie sie z\u00fcgellos zum Ausdruck kommen sollen, sollen sie unterdr\u00fcckt werden. Es geht darum, sie wahrzunehmen, um sie bewusst beeinflussen zu k\u00f6nnen (siehe dazu Kasten \u00abWas sind Emotionen\u00bb). Kross pr\u00e4sentiert dazu Forschungsergebnisse und veranschaulicht anhand zahlreicher Beispiele, wie Emotionsregulation und -vorsorge funktionieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Er ermuntert seine Leser:innen, sich eine massgeschneiderte Toolbox zur Emotionsregulation zusammenzustellen. Das setze voraus, dass man seine Trigger kenne und daran interessiert sei, ihre Folgen zu z\u00e4hmen, die Tools bereitzuhalten und einge\u00fcbt zu haben \u2013 denn im Ernstfall ist man nur f\u00e4hig einzusetzen, was man kennt und kann. Die grundlegende Art der Regulation sei des Menschen F\u00e4higkeit, Aufmerksamkeit lenken zu k\u00f6nnen. Diese sei wie ein mentaler Scheinwerfer, den ich auf eine Situation richte &#8211; oder den ich aus ihr entferne. Am einfachsten letzteres zu tun, ist die Ablenkung. Sich abzulenken kann angebracht sein, sollte indes nicht stets die Methode der Wahl sein.&nbsp;<br><br>Die am einfachsten zug\u00e4nglichen Aufmerksamkeitsverschieber sind gem\u00e4ss Kross die Sinne. Sie sind evolutionsbedingt eng mit den Emotionen verbunden. So hellen Vogelgezwitscher und Waldb\u00e4der die Stimmung unmittelbar auf.&nbsp; Oder der Geruchssinn: Kirchg\u00e4nger:innen etwa kennen den Weihrauch, Lavendel- und Arvenduft beruhigen, deshalb macht die Aromatherapie davon Gebrauch &#8211; und von der Ber\u00fchrung macht das die Massage. Kross schl\u00e4gt zudem gar vor, sich f\u00fcr jede Gem\u00fctslage eine Playliste zusammenstellen, womit gelinge, sich via H\u00f6rsinn zu regulieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere M\u00f6glichkeiten der Emotionsregulation sind:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Perspektivenwechsel: Rauszoomen und die Position der ber\u00fchmten Fliege an der Wand einnehmen, das aufw\u00fchlende Geschehen aus Distanz betrachten. Bei inneren Monologen vom \u201eIch\u201c in die zweite oder dritte Person wechseln \u2013 dieser distant self-talk (statt mit z.B. \u201cdas \u00e4rgert mich aber grad masslos\u201d eine Affekthandlung einzuleiten, isch sagen: \u201eJetzt ist Kuno ganz sch\u00f6n \u00fcberrumpelt. Was k\u00f6nnte er tun, ausser \u00e4rgerlich zu werden?\u201c) schafft inneren Abstand.<\/li>\n\n\n\n<li>Zeitliche Distanz gewinnen: Zuerst einen Spaziergang machen, wenn etwas aufw\u00fchlt,&nbsp; anschliessend die Antwort suchen. Ein emotionales E-mail nicht sofort abschicken, sondern dr\u00fcber schlafen. Danach entscheiden, ob und wie darauf reagiert werden soll.<\/li>\n\n\n\n<li>Regulation von aussen: Reizquellen begrenzen wie etwa das Handy ausschalten, den Ort des Geschehens verlassen, bewusst Orte aufsuchen, die als pers\u00f6nliche \u201ehappy places\u201c beruhigend wirken. Kross ermuntert ausserdem dazu, eine kleine Liste jener Menschen zu f\u00fchren, bei denen man sich im beruflichen oder privaten Umfeld gut geh\u00f6rt f\u00fchlt. Anderen zu helfen und gemeinsame Rituale zu pflegen, st\u00e4rkt zudem nachweislich Wohlbefinden und Verbundenheit.<\/li>\n\n\n\n<li>Mit der WOOP-Methode umsetzen: Wish, Outcome, Obstacle, Plan \u2013 diese bew\u00e4hrte Methode verbindet Wunsch und innere Barrieren zu einem Umsetzungsplan. Man formuliert einen konkreten Wunsch \u2013&nbsp;<em>keine Blockade haben, wenn ich vor anderen spreche<\/em>&nbsp;\u2013 und malt sich die Wunscherf\u00fcllung aus \u2013&nbsp;<em>ich werde mit meinen Anliegen geh\u00f6rt<\/em>. Sodann benennt man die inneren Hindernisse \u2013&nbsp;<em>wenn ich mich \u00fcberrumpelt f\u00fchle, bringe ich keinen Satz zustande<\/em>&nbsp;-, und macht sich einen Wenn-Dann-Plan: \u00abWenn ich weiss, dass ich heute etwas sagen will oder muss, schreibe ich mir die ersten zwei S\u00e4tze auf, die ich ablese und so Druck wegnehmen kann\u00bb.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Was heisst das f\u00fcr Organisationen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kultur einer Organisation wird wesentlich von den Emotionen der Mitarbeitenden gepr\u00e4gt \u2013 und damit auch der Regulation der Emotionen auf individueller Ebene. Aber auch auf kollektiver Ebene im Gruppenverbund \u2013 was einen wichtigen Teil der Kultur ausmacht. Und je besser die Kultur, desto wohler f\u00fchlen sich Mitarbeitende und umso besser gl\u00fcckt die Arbeit. Sowie umgekehrt: Die Betriebskultur beeinflusst ihre Emotionen und reguliert sie mit. Einerseits im Sinne der oben genannten \u2018Regulation von aussen\u2019, also zum Beispiel mit behaglichen B\u00fcror\u00e4umlichkeiten und R\u00e4ume zum Austausch. Das beginnt bei der Kaffeemaschine und h\u00f6rt bei der Tapetenwahl nicht auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits: Der Anfang f\u00fcr eine gute und gelingende Organisationskultur ist damit gemacht, wenn Kultur ebenso wie Finanzen und Projekte immer wieder thematisiert wird. Eine Betriebskultur umfasst Werte und Glaubenss\u00e4tze, Normen und Regeln sowie Praktiken und Verhaltensweisen. Im Bild einer Seerose ausgedr\u00fcckt: Unsichtbare Wurzeln stehen f\u00fcr Werte, der St\u00e4ngel f\u00fcr Normen, die Bl\u00fcte f\u00fcr das Verhalten (mehr dazu siehe Kolumne \u00ab<a href=\"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/kultur-isst-strategie\/\">Kultur isst Strategie zum Fr\u00fchst\u00fcck<\/a>\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine ungute Kultur hingegen entsteht oft auch dann, wenn Werte nur angenommen, aber nicht gemeinsam gekl\u00e4rt sind oder wenn Normen zu Schlagworten verkommen. Betriebsst\u00f6rungen beruhen meist auf unterschiedlichen Wertinterpretationen oder ungleich gelebten Normen, etwa wenn \u00abEngagement\u00bb mit dauernder \u00dcberbesch\u00e4ftigung nur quantifiziert (und nicht mit Sorgfalt qualifiziert) wird: Busyness ist doppelt ungesund, f\u00fcr einem selbst und den Betrieb.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kultur l\u00e4sst sich prim\u00e4r \u00fcber Verhaltensweisen \u00e4ndern. Sch\u00f6n formulierte Leits\u00e4tze gen\u00fcgen nicht. Regeln wie \u00abWir tragen Sorgen zueinander\u00bb brauchen passende Praktiken, dass sie zum Tragen kommen: Austauschzeiten, Buddy-Systeme, psychosozialen Support, gemeinsame Aktivit\u00e4ten. Solche Praktiken, Rituale und R\u00e4ume der Begegnung machen auch Kulturwandel erfahrbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie kommt man von der Einsicht zur Tat? Bestehende gute Praktiken aktiv pflegen und neue gew\u00fcnschte Muster schrittweise ritualisierend aufnehmen, etwa mit WOOP-Gruppenpl\u00e4nen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-85280\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\"><strong><em>Was sind Emotionen? Was Emotionsregulation?&nbsp;<\/em><\/strong><\/h2><div id=\"ac-85280\" class=\"c-accordion__content\">\n<p>Emotionen sind laut Ethan Kross die Gef\u00fchle, Gedanken und k\u00f6rperlichen Reaktionen, die bei bedeutsamen (oder als solche erwarteten) Ereignissen auftreten. Sie bestehen aus physiologischen Reaktionen (z. B. erh\u00f6hter Puls), kognitiver Einsch\u00e4tzung (z. B. \u201eAchtung Gefahr!\u201c) und Ausdruck (Gesicht, Stimme).&nbsp;<br><br>Emotionen sind wichtig und sollten nicht unterdr\u00fcckt werden; sie helfen, Situationen zu navigieren. Sie sind also nicht, wie oft missverstanden, das Gegenst\u00fcck von Rationalit\u00e4t. Vielmehr sind Emotion und Kognition eng miteinander verbunden, sie beeinflussen und steuern sich. Indes k\u00f6nnen, d\u00fcrfen und sollen sie bewusst reguliert werden, wenn sie zu stark sind und eine \u00dcberreaktion wahrscheinlich machen, etwa in Form eines Wutausbruchs.&nbsp;<br><br>Emotionale Regulation ist die F\u00e4higkeit, die emotionale Antwort auf einen Ausl\u00f6ser durch Abbremsen oder Beschleunigen oder durch Intensit\u00e4tsanpassung zu steuern, indem man die Emotion als Signal und Information annimmt und nicht als L\u00e4rm oder St\u00f6rung, die es zu unterdr\u00fccken gilt. Dabei kann man die Trigger nicht kontrollieren, die Emotion ist eine automatische Reaktion. Wir k\u00f6nnen jedoch vorsorgen und das emotionale Feuer d\u00e4mpfen (bzw. befeuern), also Einfluss nehmen, auf das, was folgt.&nbsp;<br><br>Die Intensit\u00e4t negativer Emotionen nehme indes nicht ab, wenn man sich mit ihnen besch\u00e4ftige, wie die Psychologin und Therapeutin in ihrem Buch \u00abZu viel Gef\u00fchl\u00bb schreibt (siehe Fussnote). Diese k\u00f6nnten sich beim Versuch, sie aufzuarbeiten, sogar verschlimmern.&nbsp;<br><br>Nota bene: Angst ist die am h\u00e4ufigsten \u2018missbrauchte\u2019 Emotion \u2013 namentlich von M\u00e4chtigen, wenn sie Ohnm\u00e4chtigen drohen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><\/pre>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.penguinrandomhouse.com\/books\/720405\/shift-by-ethan-kross\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ethan Kross, SHIFT \u2013 Managing your emotions so they don\u2019t manage you, New York, CROWN, 2025<\/a>&nbsp;\u2013 liest sich sehr gut, wenn man sich vom Optimismus und den teilweise gesuchten Heldengeschichten nicht zu sehr st\u00f6ren l\u00e4sst.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.exlibris.ch\/de\/buecher-buch\/deutschsprachige-buecher\/gitta-jacob\/zu-viel-gefuehl\/id\/9783407869128\/?srsltid=AfmBOoqfz7T4k2xHixnhKMPyQE4baBc8WPHVOgnAh52ke7H4ASOl0rQ8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gitta Jacob, Zu viel Gef\u00fchl \u2013 wie wir unsere Emotionen lenken und nicht sie uns, Beltz Verlag, 2025<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/audio\/echo-der-zeit\/nahostkrieg-der-blick-in-die-vergangenheit-hilft-nicht?partId=T2lfZzcRFO1OlNgLgQtwZGhxcxI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jos\u00e9 Brunner im Echo der Zeit, 20.7.2025<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.buchhaus.ch\/de\/buecher\/fachbuecher\/geschichte\/politik\/detail\/ISBN-9783549110034\/Brunner-Jos%C3%A9\/Brutale-Nachbarn?srsltid=AfmBOoqolycdHgJ53yHJw1le_CYyS3weyLfSSLY7LOsb0CMEoIcSgFb5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jos\u00e9 Brunner, Brutale Nachbarn &#8211;&nbsp;Wie Emotionen den Nahostkonflikt antreiben &#8211; und entsch\u00e4rfen k\u00f6nnen,<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.buchhaus.ch\/de\/suchergebnis?bpmquery=V%3A%22Propyl%C3%A4en%22\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Propyl\u00e4en<\/strong><\/a>&nbsp;Verlag, 2025<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer reiz\u00fcberfrachteten Welt, gepr\u00e4gt unter anderem durch\u00a0hate speech\u00a0in den asozialen Medien und durch unbeherrschte Egomanen, wird das weit verbreitete Unverm\u00f6gen, die eigenen Emotionen zu regulieren, immer offensichtlicher: Auf einen Reiz folgt unmittelbar eine Reaktion, ohne sich z\u00fcgeln zu k\u00f6nnen (bzw. zu wollen). 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