{"id":8512,"date":"2026-04-27T08:18:57","date_gmt":"2026-04-27T08:18:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/?p=8512"},"modified":"2026-04-27T08:26:12","modified_gmt":"2026-04-27T08:26:12","slug":"umzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/umzug\/","title":{"rendered":"Vom Altenberg ans Bollwerk 15 \u2013 Unser eigener Ver\u00e4nderungsprozess \u2013 und was wir daraus mitnehmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Umzug als&nbsp;\u00abRealtest\u00bb&nbsp;f\u00fcr Ver\u00e4nderungsmanagement&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Organisationen kennen das: Man hat ein Zielbild im Kopf \u2013 und dann kommt der Alltag dazwischen. Auch bei uns war schnell klar: Der Umzug ist eine hervorragende Gelegenheit, nicht einfach&nbsp;\u00abmitzunehmen, was schon immer da war\u00bb, sondern bewusst zu pr\u00fcfen:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was brauchen wir wirklich?&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was darf leichter, einfacher, schlanker werden?&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was unterst\u00fctzt Zusammenarbeit und Wachstum \u2013 und was&nbsp;dem im Weg?&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Schritt ins&nbsp;Herz von Bern \u2013 ans&nbsp;Bollwerk 15&nbsp;&#8211;&nbsp;war damit nicht nur r\u00e4umlich, sondern auch organisatorisch ein Entwicklungsschritt.&nbsp;Dies auch, weil wir nicht nur \u00abB\u00fcros gewechselt haben\u00bb, sondern parallel dazu Internettelefonie und flexible Arbeitspl\u00e4tze eingef\u00fchrt haben und weil wir&nbsp;viele betriebliche Aufgaben neu gemeinschaftlich \u00fcbernehmen, anstatt sie an eine Funktion zu delegieren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie haben dabei erlebt, dass auch wir als B\u2019VM-Team mit \u00c4ngsten und&nbsp;Widerst\u00e4nden&nbsp;von uns selbst und von unseren&nbsp;Kund:innen&nbsp;umgehen m\u00fcssen, dass wir zeitweilig mehr Fragen als Antworten haben und dass das Tempo&nbsp;f\u00fcr Manche zu schnell und f\u00fcr andere wiederum zu langsam sein kann.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was wir r\u00fcckblickend als Erfolgsfaktoren sehen:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Orientierung schaffen: Wozu machen wir das \u00fcberhaupt?&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ver\u00e4nderungen gelingen besser, wenn der Zweck klar ist. Bei uns stand im Zentrum:&nbsp;ein Arbeitsumfeld,&nbsp;das&nbsp;Zusammenarbeit erleichtert,&nbsp;flexibles Arbeiten unterst\u00fctzt&nbsp;und&nbsp;n\u00e4her am Puls der Kundschaft liegt.&nbsp;Gleichzeitig sollte das Neue im Alltag funktionieren &#8211; nicht&nbsp;nur auf dem Papier. Unsere Vision:&nbsp;Schlank im Herzen von Bern!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Bed\u00fcrfnisse verstehen:&nbsp;Betroffene zu Beteiligten machen&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Ver\u00e4nderungen entscheidet nicht die sch\u00f6nste Pr\u00e4sentation, sondern die Akzeptanz im Team. Darum haben wir fr\u00fchzeitig R\u00fcckmeldungen eingeholt&nbsp;und konkrete Fragen gemeinsam gekl\u00e4rt \u2013 von der Nutzung der R\u00e4ume \u00fcber die Sitzungszimmer bis zu den praktischen Abl\u00e4ufen im Alltag: Was braucht ihr? Was funktioniert heute gut? Was nervt? Diese Inputs flossen direkt in die Planung ein \u2013 von Raumkonzepten \u00fcber Technik bis zu Abl\u00e4ufen.&nbsp;Konkret haben wir daf\u00fcr&nbsp;Mitarbeitendenworkshops&nbsp;gemacht sowie unsere Mandatskunden, deren Gesch\u00e4ftsstellen wir bei uns im Haus der Verb\u00e4nde domizilieren, nach deren Bed\u00fcrfnissen und W\u00fcnschen gefragt. Das daraus entstandene Pflichtenheft war nicht nur Zielvorgabe, sondern gelebte Partizipationskultur.&nbsp;Dies&nbsp;reduziert Unsicherheiten, bringt funktionalere L\u00f6sungen und st\u00e4rkt das Mittragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Klar planen \u2013 und trotzdem beweglich bleiben&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Umzug hat&nbsp;fixe Eckpunkte (\u00dcbergaben, Termine,&nbsp;Infrastruktur)&nbsp;und&nbsp;gleichzeitig tauchen unterwegs immer wieder neue Details auf; daneben das&nbsp;laufende Tagesgesch\u00e4ft. Wir haben deshalb mit klaren Verantwortlichkeiten, einem Zeitplan, pragmatischen Entscheidungen&nbsp;und transparenten&nbsp;Informationen&nbsp;gearbeitet&nbsp;und dort nachjustiert, wo es n\u00f6tig war. So blieb der Prozess f\u00fchrbar, ohne dass er starr wurde. Geholfen hat eine zum Tagesgesch\u00e4ft parallele Projektorganisation mit einer Leitung und einem Kernteam losgel\u00f6st von der Gesch\u00e4ftsleitung sowie&nbsp;einem wesentlichen Arbeitsinstrument, um den Prozess zu f\u00fchren: einem Kanban-Excel-File mit thematischen Reitern, in die alle Mitarbeitenden fortlaufend&nbsp;eigene&nbsp;Fragen und Spannungen&nbsp;sowie diejenigen ihrer Kundinnen und Kunden&nbsp;eintragen konnten. Diese wurden dann Schritt f\u00fcr Schritt vom Projektteam in L\u00f6sungen \u00fcberf\u00fchrt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Kommunikation, die tr\u00e4gt (und nicht zus\u00e4tzlich belastet)&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in intensiven Phasen ist entscheidend, dass Informationen&nbsp;zug\u00e4nglich&nbsp;und verst\u00e4ndlich sind:&nbsp;Was&nbsp;gilt ab wann? Welche Adresse kommunizieren wir?&nbsp;Was&nbsp;passiert mit Post und Erreichbarkeit? Hier hat es sich bew\u00e4hrt, dass wir einen eigens geschaffenen Kanal auf MS Teams eingerichtet haben. Dieser erlaubte, rasch&nbsp;und unkompliziert untereinander zu kommunizieren sowie&nbsp;relevante Dokumente zug\u00e4nglich zu machen und zu halten.&nbsp;Zudem haben wir&nbsp;f\u00fcr die Mandatskundinnen online-Fragestunden und&nbsp;f\u00fcrs&nbsp;Team&nbsp;regelm\u00e4ssige Brown-Bag-Lunches durchgef\u00fchrt, an welchen&nbsp;w\u00e4hrend des gemeinsamen Mittagessens&nbsp;die Projektleitung&nbsp;f\u00fcr Fragen und Anregungen zur Verf\u00fcgung stand. Dies&nbsp;freiwillig und&nbsp;erg\u00e4nzend zu den&nbsp;bestehenden Meeting-Gef\u00e4ssen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.&nbsp;Nicht nur ankommen, sondern verankern&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00aberste Arbeitstag am neuen Ort\u00bb ist nicht das Ende, sondern der Start&nbsp;von etwas Neuem.&nbsp;Neue R\u00e4ume und neue Arbeitsweisen brauchen Gew\u00f6hnung, Regeln und ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis (z.B. zur Nutzung von Arbeitspl\u00e4tzen, Fokusr\u00e4umen,&nbsp;Sitzungszimmern&nbsp;und zur&nbsp;\u00dcbernahme gemeinschaftlicher Aufgaben). Erst wenn das im Alltag sitzt, ist die Ver\u00e4nderung wirklich angekommen. Wir nehmen uns bewusst Zeit daf\u00fcr. In den ersten Monaten am neuen Standort sollen Erfahrungen gesammelt und gemeinsam reflektiert werden.&nbsp;Dies auch mit unseren Mandatskundinnen, deren Feedback wir sch\u00e4tzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6.\u00a0Unsere Erfolgsfaktoren \u2013 kompakt f\u00fcr die Praxis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus unserer eigenen Umzugserfahrung nehmen wir&nbsp;sechs&nbsp;Punkte mit, die wir auch Kundinnen und Kunden&nbsp;f\u00fcr Ver\u00e4nderungsprozesse&nbsp;ans Herz legen:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Sinn kl\u00e4ren, bevor man Massnahmen plant: wenn alle wissen, wozu es die Ver\u00e4nderung braucht, wird vieles leichter.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Beteiligte fr\u00fchzeitig einbeziehen: R\u00fcckmeldungen sind keine K\u00fcr, sondern ein Teil der L\u00f6sung.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Zust\u00e4ndigkeiten sauber festlegen: Wer macht was bis wann \u2013 und wer entscheidet bei Zielkonflikten?&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"4\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Kommunikation einfach und kontinuierlich halten:&nbsp;klare Botschaften konsequent wiederholen und auch mitteilen, was man noch nicht weiss.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"5\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Schrittweise umsetzen und nachjustieren: Lieber sauber in Etappen als perfekt in der Theorie.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"6\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Verankern, was neu ist: R\u00e4ume, Regeln und Gewohnheiten brauchen eine \u00abEinspielzeit\u00bb &#8211; und dann klare Abmachungen.&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Wir beraten Ver\u00e4nderung \u2013 und leben sie selbst&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Umzug ans Bollwerk 15 haben wir gezeigt: Ver\u00e4nderungsmanagement findet&nbsp;bei uns&nbsp;nicht nur in&nbsp;Theorie&nbsp;statt.&nbsp;Es ist Handwerk, Kommunikation, Sorgfalt und ein Gesp\u00fcr f\u00fcr Menschen und Alltagstauglichkeit. Genau diese Mischung bringen wir auch in Projekte mit Verb\u00e4nden, Vereinen und anderen NPO ein.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir freuen uns, Sie im Haus der Verb\u00e4nde im Herzen von Bern willkommen zu heissen \u2013 und wenn bei Ihnen ebenfalls eine Ver\u00e4nderung ansteht: Wir sind gerne&nbsp;Ihre&nbsp;Mitdenkerin, Strukturgeberin und Umsetzungs-Partnerin.&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Umzug ist nie nur eine neue Adresse. Er ist ein Ver\u00e4nderungsprozess \u2013 mit vielen F\u00e4den, die zusammenlaufen: Arbeitsweisen, Rollen, Abl\u00e4ufen, Infrastruktur und Kultur. Mit dem Wechsel ans Bollwerk 15 sind wir als B\u2019VM nicht nur umgezogen, sondern haben uns auch als Organisation weiterentwickelt \u2013 und dabei genau das umgesetzt, was wir bei Kundinnen und Kunden beraten: Ver\u00e4nderung sauber planen, gemeinsam tragen und nachhaltig verankern.<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":8513,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[39,155],"tags":[127,261,104],"beitragskategorie":[317,315,363,327],"class_list":["post-8512","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blogbeitraege","category-bvmessage","tag-bvmbloggt","tag-gastblogger","tag-npo","beitragskategorie-bvmessage","beitragskategorie-fachartikel","beitragskategorie-kultur","beitragskategorie-was-wir-bewegten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8512"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8518,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8512\/revisions\/8518"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8512"},{"taxonomy":"beitragskategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/beitragskategorie?post=8512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}