{"id":7134,"date":"2024-04-18T05:19:49","date_gmt":"2024-04-18T05:19:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/?p=7134"},"modified":"2024-04-18T05:32:30","modified_gmt":"2024-04-18T05:32:30","slug":"generationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/generationen\/","title":{"rendered":"Verschiedene Generationen in Vereinen und Genossenschaften\u00a0"},"content":{"rendered":"<p>Vereine und Genossenschaften verbinden Menschen und damit h\u00e4ufig auch unterschiedliche Altersgruppen. Damit sie lebendig und zukunftsf\u00e4hig bleiben, m\u00fcssen sie die Vielfalt und die unterschiedlichen Erwartungen ihrer Mitglieder erfassen und einbinden k\u00f6nnen. Doch wie gelingt aktives Generationenmanagement?\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/markus-gm%C3%BCr-9b054319a\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. Dr. Markus Gm\u00fcr <\/a>vom <a href=\"https:\/\/www.vmi.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Institut f\u00fcr Verbands-, Stiftungs- und Genossenschaftsmanagement (VMI)<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/uber-uns\/#karin-stuhlmann\">Dr. Karin Stuhlmann<\/a> von der B&#8217;VM AG haben f\u00fcr das Magazin von Samariter Schweiz Spannungsfelder (<a href=\"https:\/\/www.bvmberatung.net\/wp-content\/uploads\/06_09_Schwerpunkt_Generationen_DE_low.pdf\">siehe vollst\u00e4ndiger Artikel PDF<\/a>) im Generationenmanagement zusammengetragen und darauf aufbauend praxistaugliche Tipps und deren Fallstricke erarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was Freiwilligenorganisationen heute tun (sollten):<\/strong> <strong>Generationendialog<\/strong><br>Nach der weitverbreiteten Vorstellung \u00fcber Organisationskultur, die auf den amerikanischen Forscher Edgar Schein zur\u00fcckgeht, setzt sich eine solche Kultur auf drei Ebenen zusammen: Alles, was wir auf der sichtbaren Ebene einer Organisation (Ebene 1) wahrnehmen und erleben k\u00f6nnen, fusst auf ihren teils bewussten und expliziten, teils unbewussten und impliziten kollektiven Werten (Ebene 2). Diese wiederum gr\u00fcnden auf unbewussten Grundannahmen \u00fcber die Welt und wie diese funktioniert (Ebene 3). Um den Verein attraktiv f\u00fcr j\u00fcngere bzw. mehrere Generationen (und insgesamt f\u00fcr ein breiteres Spektrum an Menschen) zu machen, bietet dieses Denkmodell zwei Ansatzpunkte:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Der Verein verj\u00fcngt sich durch seine Erscheinungsweise mittels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00abtrendiger\u00bb Bezeichnungen, z.B. volunteers anstatt Freiwillige<\/li>\n\n\n\n<li>\u00abfrischer\u00bb Formate (mit trendigen Bezeichnungen) wie z.B. Brownbag-Meeting f\u00fcr eine Mittagssitzung<\/li>\n\n\n\n<li>oder eine Get-it-done-Session f\u00fcr einen gemeinsamen Arbeitsabend (beispielsweise um die Einsatzplanung vorzunehmen)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>So werden Zeichen gesetzt um die j\u00fcngere Generation anzusprechen.<br><strong>Nachteil:<\/strong> eher oberfl\u00e4chlich und leicht durchschaubar \u2013 sp\u00e4testens dann, wenn<br>deutlich wird, dass sich auf den darunterliegenden Ebenen traditionelle Denkweisen und Muster halten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Der Verein erneuert und vervielf\u00e4ltigt seine kollektiven Werte und Normen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie wollen wir zusammenarbeiten?<\/li>\n\n\n\n<li>Was macht uns aus?<\/li>\n\n\n\n<li>Was ist uns wichtig?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Fragen gilt es neu zu beantworten, und zwar von einer Gruppe, die eine gute Mischung verschiedener Altersgruppen umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fallstricke<\/strong><br><strong>a)<\/strong> die vorherrschende Leitkultur erweist sich als dominant, indem sich stets das Neue beweisen muss und das Bisherige als gesetzt gilt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>b) <\/strong>es l\u00e4sst sich keine altersdurchmischte Gruppe f\u00fcr diesen Generationendialog finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00f6sungen f\u00fcr die Fallstricke<\/strong><br><strong>a)<\/strong> urspr\u00fcnglich aus der Agilit\u00e4t\/Selbstorganisation: \u00absafe enough to try\u00bb<br>Neue Vorschl\u00e4ge werden umgesetzt, auch wenn sie nicht volle Zustimmung oder vollen Konsens erreichen \u2013 ausser sie stellen ein veritables Sicherheitsrisiko dar. \u00abSafe enough to try\u00bb wird von den Vorschlaggebenden als sehr wertsch\u00e4tzend erlebt und bietet der Organisation die Chance, neue Erfahrungen zu machen und neue Verhaltensweisen zu erproben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>b)<\/strong> keine einfache L\u00f6sung, daf\u00fcr einige Hilfestellungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Hinausgehen:<\/strong> \u00abandere Generationen\u00bb findet man dort, wo diese sich aufhalten. Dies k\u00f6nnen physische Orte sein wie beispielsweise ein Open-Air-Konzert oder virtuelle Orte wie Instagram oder TikTok.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Anreize bieten: <\/strong>F\u00fcr verschiedene Altersgruppen sind unterschiedliche Anreize attraktiv. Schnelles und unkompliziertes (digitales) Agieren und Austauschen ist beispielsweise f\u00fcr j\u00fcngere Generationen oftmals attraktiver als ortsgebundene langwierige Debatten und Sitzungen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sich auf Augenh\u00f6he begegnen: <\/strong>Generationendialog<br>gelingt nur, wenn sich alle Altersgruppen mit gegenseitigem Respekt begegnen und offene Fragen stellen, an deren Antworten sie ernsthaft interessiert sind.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Unterschiedlichkeit zulassen: <\/strong>Verschiedene Altersgruppen haben wom\u00f6glich so vielf\u00e4ltige Vorstellungen und Bed\u00fcrfnisse, dass sich nicht alle \u00abeinordnen\u00bb lassen. Es kann auch eine L\u00f6sung darin bestehen, dass f\u00fcr die verschiedenen Generationen unterschiedliche Arbeitsmethoden, Gef\u00e4sse und Dienstleistungen existieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Am Ende muss jede mitgliedschaftliche Organisation ihren eigenen Weg finden, wie sie mit den skizzierten Spannungsfeldern umgeht. Anregungen bietet eine aufmerksame Umschau in der Schweizer Vereinslandschaft. Voraussetzung ist aber, dass sie die Unterschiede erst einmal erkennt und versteht, indem sie dazu einen Dialog in Gang bringt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.bvmberatung.net\/wp-content\/uploads\/06_09_Schwerpunkt_Generationen_DE_low.pdf\">Lesen Sie hier den gesamten Artikel (PDF)<\/a>.<br>Erschienen im Verbandsmagazin &#8222;samariter&#8220; 04\/2023 von Samariter Schweiz.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie gelingt aktives Generationenmanagement?\u00a0Prof. Dr. Markus Gm\u00fcr vom VMI und Dr. Karin Stuhlmann von der B&#8217;VM haben f\u00fcr das Magazin von Samariter Schweiz Spannungsfelder zusammengetragen und darauf aufbauend praxistaugliche Tipps und deren Fallstricke erarbeitet.<\/p>","protected":false},"author":6,"featured_media":7146,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155,39],"tags":[381,380,382,385],"beitragskategorie":[295,306,326,311],"class_list":["post-7134","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bvmessage","category-blogbeitraege","tag-dialog","tag-generationen","tag-generationenmanagement","tag-tipps-2","beitragskategorie-agilitaet-fuer-organisationen","beitragskategorie-organisationsentwicklung","beitragskategorie-praxistipp","beitragskategorie-strukturen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7134"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7147,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7134\/revisions\/7147"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7146"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7134"},{"taxonomy":"beitragskategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bvmberatung.net\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/beitragskategorie?post=7134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}